Die Produktion von Rasierklingen war einst eine scharfe Sache – heute ist Schmalz Weltmarktführer in der Vakuumtechnik, dessen Chefs sich zugleich für Nachhaltigkeit, Bildung und regionale Entwicklung einsetzen. Dafür gab es jetzt den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg.
W.Schmalz, W.Kretschmann, K.Schmalz (v.l.n.r.)
Kurt Schmalz und Wolfgang Schmalz erhielten den Verdienstorden von Baden-Württemberg aus der Hand des langjährigen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Die höchste Auszeichnung des Landes würdigt ihr unternehmerisches Wirken sowie ihr langjähriges gesellschaftliches Engagement.
Kretschmann verlieh den Verdienstorden von Baden-Württemberg Ende März an die Brüder, die seit Jahrzehnten Wirtschaft und Gesellschaft im Nordschwarzwald geprägt hätten. Kretschmann: «Mit ihren Leistungen, ihren Begabungen und ihrer Persönlichkeit, mit ihrem Berufsethos und ihrem Amtsverständnis haben sie sich um unser Gemeinwesen, um Baden-Württemberg verdient gemacht.»
Langjähriges Engagement
Gemeinsam formten Kurt und Wolfgang Schmalz das Familienunternehmen J. Schmalz von der Rasierklingenfabrik des Grossvaters zum erfolgreichen Anbieter moderner Automatisierungs-Lösungen von heute. Kurt Schmalz ist seit 1984 Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, Sohn Johannes Schmalz gehört seit 2025 ebenfalls zur Geschäftsführung. Wolfgang Schmalz war von 1990 bis 2017 als Geschäftsführender Gesellschafter tätig, bevor er sich aus der operativen Verantwortung zurückzog. Heute ist er Gesellschafter sowie Vorsitzender des Beirats.

Der Mittelständler setzt auf Solarenergie, Windkraft und weitere regenerative Energieträger. Kurt Schmalz ist Mit-Initiator des Campus Schwarzwald in Freudenstadt, ein Zentrum, das Fachwissen zu Digitalisierung, Führung und verantwortungsvollem Wirtschaften vermittelt. Seit fast zwei Jahrzehnten bringt er sich zudem als Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald ein und engagiert sich auf Bundesebene in der Deutschen Industrie- und Handelskammer. Auch soziale Projekte wie die Arbeit der Diakonie Dornstetten-Glatten-Schopfloch unterstützt er aktiv.
Vizepräsident der IHK
Wolfgang Schmalz nutzte seine Erfahrung viele Jahre im Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung. Darüber hinaus wirkte er im Projekt «Dialog über die Zukunft Deutschlands» unter Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel sowie in der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit mit. Gemeinsam mit seiner Frau Esther gründete er die Schmalz-Stiftung. Sie fördert weltweit Projekte, darunter eine Photovoltaikanlage in Namibia.

















