
Das Fraunhofer-IML und die Wecon aus Ascheberg haben gemeinsam ein Projekt «FlexRailUnit» ins Leben gerufen. Ziel ist die Entwicklung einer flexiblen Ladeeinheit für hochverfügbare Standard-Container-Tragwagen um die hohen Nutzlasten klassischer Bahnwagen mit modularen Lastenträgern zu kombinieren.
Ein zentraler Aspekt ist dabei die maximale Ausnutzung des Bahn-Lichtraumprofils bei gleichzeitiger Trennung von Wagen und Aufbau. Die Konstruktion ermöglicht eine einfache Entkopplung von Wagen und Aufbaumodul für Anforderungsänderungen, Wartungs- und Reparaturzwecke und strebt die Ablaufbergfähigkeit für den Einsatz im Einzelwagenverkehr an. Parallel werde an der Entwicklung eines vereinfachten Zulassungsverfahrens gearbeitet.
Testpartner Captrain
Das Projektkonsortium besteht aus der Wecon als Koordinatorin und Hauptverantwortliche für Entwicklung und Bau der Prototypen, dem Fraunhofer IML für die wissenschaftliche Begleitung und das Zulassungs-Konzept, sowie der Captrain Deutschland GmbH als assoziiertem Partner für die Praxistests. Mit einer geplanten Laufzeit von 30 Monaten und gefördert durch das Bundesprogramm Zukunft Schienengüterverkehr sollen zwei getestete Prototypen der FlexRailUnit, ein Testschema für die vereinfachte Bahnzulassung sowie wissenschaftliche Publikationen entstehen.
Lichtraumprofile.
Verlader sollen von der Nutzung kürzerer Ladegleise und der Möglichkeit profitieren, höhere Tonnagen auf bestehender Infrastruktur zu bewegen. Wagenvermieter können die Auslastung ihrer Tragwagen steigern.
Die Wecon ist ein führender Hersteller individuell massgefertigter Lkw-Aufbauten und Anhänger, spezialisiert auf Wechselsysteme und Wechselbehälter für den kombinierten Verkehr. Mit rund 370 Mitarbeitendenin Altenberge, Ascheberg und Strumień (Polen) produziert das Unternehmen jährlich rund 5000 Einheiten.
Ähnlicher Ansatz bei RailCare
Das Fraunhofer IML präsentiert das Projekt vom 2. bis 5. Juni auf der transport logistic in München in Halle B1, Stand 501/602.

















