Die Schweizerische Post hat im ersten Halbjahr 2025 mit 2,088 Mrd. Franken Umsatz im Logistikgeschäft (Vorjahr: 2,172 Mrd.) einen Gewinn von 123 Mio. (Vorjahr: 220 Mio.) Franken erzielt. In allen Geschäftsbereichen zusammen genommen machten die 35 478 Beschäftigten 3,6 Mrd. Franken Umsatz. Strukturelle Veränderungen, hiess es heute bei der Vorlage der Zahlen in Bern, seien unvermeidlich.

Der Spruch «Wir handeln heute, damit wir der Schweiz auch in Zukunft einen Mehrwert bieten können» könnte Schlimmeres erahnen lassen. Die Post legte heute in Bern für das erste Halbjahr 2025 ein Betriebsergebnis (EBIT) vor, das im Rahmen der Erwartungen war, jedoch deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Hauptgründe: der anhaltende Rückgang der Briefmenge, der Zeitungen und des Schaltergeschäfts sowie steigende Kosten.
Anspruchsvolles Umfeld
Trotz des anspruchsvollen Umfelds stehe die Post weiterhin finanziell solide da, müsse sich aber auch neuen Marktbedingungen anpassen: Sie entwickle ihr Angebot weiter, setze aber Effizienzmassnahmen um. Erst kürzlich hatte die Schweizerische Post mitgeteilt, dass sie beispielsweise bei Swiss Post Cargo (Deutschland) mit Sitz in Villingen-Schwenningen den Geschäftsbereich Stückgutlogistik in Deutschland per 30. September 2025 nicht weiter verfolge. Das Unternehmen lege den strategischen Fokus in Zukunft auf die Lagerlogistik sowie den Transport von Ganz- und Teilladungen (FTL/LTL).

137 Mitarbeitende vor allem am Logistikstandort Aldingen sind vom dortigen Stellenabbau betroffen. «Die Weiterführung des Stückgutgeschäftes in Deutschland wäre mittel- und langfristig mit Verlusten verbunden. Aus unternehmerischer Sicht ist es deshalb nicht verantwortbar, diese Tätigkeiten weiterzuführen. Wir wissen, welche Tragweite unsere Entscheidung für die Mitarbeitenden hat. Sie fällt uns nicht leicht», hatte Merlin A. Müller, Geschäftsführer von Swiss Post Cargo Deutschland dazu im Juni erklärt.

















