Die Schweizer Exportwirtschaft litt seit August extrem unter dem 39% Zollhammer, den ihr die USA auferlegt hatten. Jetzt soll der Satz wieder auf 15% gesenkt werden. Dafür sollen über die nächsten Jahre hinweg mindestens 200 Mrd. US-Dollar an Investitionen in die Vereinigten Staaten fliessen.
Foto: Allianz Trade
Ein Teil dieser Summe, melden Experten des Warenkredit-Versichers «Allianz Trade» mit seinem Marktanteil von 32% in der Schweiz, sei bereits durch angekündigte Investitionen von USD 73,23 Mrd. über die nächsten fünf Jahre vor allem von der Pharmaindustrie vorgesehen. Bereits im kommenden Jahr sollen 67 Mrd. US-Dollar umgesetzt werden. Im Vergleich: in 2023 hat die Schweiz 2023 rund USD 54 Mrd. in den USA investiert.
In einer gemeinsamen Erklärung zum künftigen «fairen, ausgewogenen und gegenseitigen Handel» haben die USA mit der Schweiz und Liechtenstein die Bedingungen für die Senkung des aktuellen Zollsatzes von 39 % auf 15% beschrieben. Ziel der USA sei es, das von ihnen berechnete Handelsdefizit von 38,5 Mrd. US- Dollar auszugleichen.
Werde der Zollsatz von 39 % (effektiv 25 %*) im Jahr 2026 beibehalten, entstünden laut Allianz Trade, die gegenwärtig weltweit Geschäfts-Transaktionen im Wert von rund 962 Mrd. absichert, Exportverluste von 18 Mrd. US-Dollar. Mit dem Handelsdeal von 15% (effektiv 11 %) fielen die Verluste mit 7 Mrd. US-Dollar nur halb so hoch aus. Durch das Handelsabkommen verringere sich der Einbruch im BIP Wachstum um rund 0,3pp für das Jahr 2026 im Vergleich zum Zollsatz von 39 %. Am stärksten von den Zöllen betroffen seien Metalle, die Maschinenindustrie sowie Haushaltartikel.
«Trotz des Einbruchs des BIP im 3. Quartal 2025 von –0,5% im Vergleich zum 2. Quartal 2025 erwarten wirein Wachstum von +1,3% für das aktuelle Jahr. Mit einer Erholung der Exporte ist bereits im 4.Quartal 2025 zu rechnen», sagt Jan Möllmann, CEO von Allianz Trade Switzerland, optimistisch. «Für 2026 können wir mit dem neuen Handelsabkommen unsere Prognose etwas nach oben anheben, von den aktuell +1,1% in 2026 auf vermutlich +1,4%.»
So rasch wie möglich
Gemäss dem Weissen Haus, arbeiten die Vereinigten Staaten, die Schweiz und Liechtenstein daran, das Abkommen über den gegenseitigen, fairen und ausgeglichenen Handel, Anfang 2026 abzuschliessen.

















