Kein «Leuchtturm» im eigentlichen Sinne, aber doch ein Bauvorhaben, das in seinen Dimensionen, der architektonischen Ausführung wie auch der künftigen Funktion Signalwirkung hat, entsteht nun mit dem Spatenstich zur Verdopplung der Bürokapazitäten von TGW Logistics für rund 50 Mio. Euro am Hauptstandort in Marchtrenk.

Bis zur ersten Jahreshälfte 2028 soll mit dem nun erfolgten ersten Spatenstich der weitere Ausbau über die Bühne gehen, der sich an die Errichtung der neuen Produktionshalle und ein hochautomatisiertes Lagersystem anschliesst, die bereits im Sommer in Betrieb gehen sollen.
«Inkubator» für die Kreativen
Mehr als 400 Mitarbeitende sollen in der neu gestalteten Arbeitswelt Platz finden. Zum Spatenstich fand sich mit TGW Logistics-CEO Henry Puhl zahlreiche Prominenz wie der Landes-Chef von Oberösterreich Thomas Stelzer und Paul Mahr, Bürgermeister der Stadtgemeinde Marchtrenk ein.

Das fünfstöckige Bürogebäude am Headquarter in Marchtrenk wird mit dem Bestandsbau über einen sogenannten «Cube» verbunden. Letzterer umfasst unter anderem Besprechungszonen, Workshop-Räume sowie Flächen für die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams. Er dient damit als «Inkubator» für Kollaboration, Kreativität und Innovation. Die moderne Arbeitswelt bietet mit 14.000 m² ein flexibles Raumkonzept für die künftig dort Beschäftigten.
Dynamische Entwicklung
«TGW Logistics ist in den vergangenen Jahren so dynamisch gewachsen, dass wir Satellitenflächen anmieten mussten. Das war weder für die Zusammenarbeit noch für die interdisziplinäre Vernetzung im Unternehmen optimal», erklärt Henry Puhl. «Mit der Erweiterung unseres Headquarters können wir diese externen Flächen wieder konsolidieren. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um unser Wachstumsziel zu erreichen – nämlich eine Umsatzverdoppelung auf zwei Milliarden Euro bis 2030».

Die Intralogistik sei eine Wachstumsbranche mit enormem Potenzial. Puhl: «Das macht auch unser Rekord- Auftragseingang von 1,5 Mrd. Euro aus dem zurückliegenden Geschäftsjahr deutlich. Die Investition in unser Headquarter bildet die Basis, um für unsere Kunden auch in Zukunft die Nr. 1 Project Delivery Company zu sein.»
«Activity Based Working»
In den neuen Büros soll nach dem «Activity Based Working»-Ansatz gearbeitet werden: Es gibt keine fix zugeteilten Arbeitsplätze, sondern die Mitarbeitenden suchen sich ihren Platz aktivitätsbezogen aus. Je nach Aufgabe bzw. Projekt können Teams damit hochflexibel zusammenarbeiten, unterstützt von modernen Kommunikations- und Kollaborationstools. Bei Planung, Bau und Ausstattung setzt TGW Logistics auf regionale Partner – und auf Wertschöpfung in Österreich.

Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist unter anderem mit einem für die Mitarbeitenden kostenlosen Shuttle-Service zum Bahnhof Marchtrenk gewährleistet. «Diese Investition ist ein starkes Signal für die Attraktivität Oberösterreichs als Arbeits-, Wirtschafts- und Innovationsstandort. Wir bieten Unternehmen ein Umfeld, in dem sie wachsen und sich weiterentwickeln können – mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, moderner Infrastruktur und einem klaren Fokus auf Innovation und Leistung. (…) Mein besonderer Dank gilt dem klaren Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Oberösterreich», so Thomas Stelzer, Landeshauptmann von Oberösterreich.

















