Getrunken wird immer und auch der Durst wird nicht simuliert. Auf Digitale Zwillinge – und zwar ebenfalls in Kooperation mit NVIDIA - greift bei der Planung von Anlagen inzwischen aber auch der Abfüllanlagen-Spezialist Krones zurück. Mit 7 % Wachstum und 5,66 Mrd. Umsatz im zurückliegenden Jahr.

Von mehreren Stunden auf fünf Minuten reduziert der Spezialist für Getränke-Abfüllanlagen Krones seit geraumer Zeit seine Anlagenplanungen durch Künstliche Intelligenz, die auf Basis von NVIDIA Omniverse- Bibliotheken mit KI-Agenten Echtzeit-Optimierungen und schnellere Innovationszyklen erlauben. Die Agentic Digital Twins bei Krones sind nicht mehr nur virtuelle Abbilder der Abfüll- oder Verpackungsmaschinen von Krones. Sie treiben die industrielle Prozesse voran, indem sie sich durch digitale Simulationen selbst optimieren und ihre Verbesserungen auf reale Maschinen übertragen.
«Mit den Agentic Digital Twins zeigen wir, dass Digitalisierung und KI nicht nur Vision sind, sondern heute schon konkrete Effizienzgewinne und nachhaltige Vorteile bringen», erklärte kürzlich Vorstandmitglied Markus Tischer. «Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir neue
Massstäbe in der Getränkeindustrie.» Die Verarbeitung von Flüssigkeiten erfordert ein präzises Zusammenspiel physikalischer Prozesse, die sich ständig verändern.
Präzises Zusammenspiel
Von der Abfüllgeschwindigkeit über das Flaschendesign bis zum Strömungsverhalten ist die Dynamik sehr komplex. Deshalb müssen Druck, Durchfluss und Turbulenzen kontinuierlich in Echtzeit überwacht, vorhergesagt und optimiert werden. Nur so lassen sich Ressourcenverschwendung oder Störungen in späteren Produktionsschritten vermeiden. Jede einzelne offen gebliebene Flasche kann eine neue Herausforderung für die Steuerung, Bedienung und Simulation der Maschinen sein.
Fotos: Krones
Im Segment Intralogistik, das auf Ebene der Konzernleitung als «herausfordernd» charakterisiert wird, stieg der Umsatz um 13,2 Prozent auf 375,9 Mio. Euro. Erwartet hatte man 15 bis 20 Prozent Wachstum. Hauptgrund dafür, dass man nur knapp darunter lag, sei gewesen, dass sich Krones im Berichtsjahr verstärkt auf kleinere, margenstarke Projekte konzentriert habe. Der Anteil der Intralogistik am Konzernumsatz erhöhte sich in 2025 immerhin auf 6,6 Prozent – im Vorjahr waren es 6,3 Prozent. Das Ergebnis dieses Segments vor Steuern legte von 23,2 auf 31,6 Mio. Euro zu.

















