«Die USA sind kein Experiment mehr; sie sind unser nächster grosser Umsatzmotor», heisst es beim in Eschlikon beheimateten Hersteller von Reinigungs-Robotern Kemaro. Das Unternehmen hat bereits über 1500 Robots an mehr als 600 Industriekunden weltweit verkauft. Mit 5 Mio. US Dollar an frischem Kapital soll es nun in die nächste Runde gehen.
Foto: klk.
Das Unternehmen, zu dessen Kunden bereits grosse internationale Konzerne mit erheblichem Wachstumspotenzial wie Unilever, Nestlé, BMW und Amazon gehören, schliesst gerade das «Pre-Closing» einer Finanzierungsrunde über 5 Mio. USD zur Beschleunigung der globalen Expansion autonomer, AI-nativer Industrie-Reinigungsroboter ab. Das frische Kapital werde gebraucht, um das internationale Wachstum des Unternehmens zu beschleunigen, mit einem primären Fokus auf die Skalierung der Aktivitäten in den USA sowie die Erweiterung des Produktportfolios.
Saugroboter - kein Industriespion
Gegründet im Jahr 2016 hat sich Kemaro mit seinem Flaggschiff K900 als führender Anbieter im Bereich autonomer industrieller Bodenreinigung etabliert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Reinigungssystemen bietet die Technologie von Kemaro eine Lösung, die speziell für komplexe, stark verschmutzte Industrieumgebungen wie Logistikzentren und Produktionsstätten entwickelt wurde.
M. Gadient, Th. Oberholzer, A. Koller, N.Gerber (v.l.n.r.)
Ein zentraler Bestandteil der nächsten Runde ist die konsequente Expansion in Nordamerika. Um die Go-to-Market-Strategie direkt vor Ort voranzutreiben, wird Mitgründer Thomas Oberholzer in die USA übersiedeln. Der Schritt soll das Engagement von Kemaro für die Vereinigten Staaten als Schlüsselregion unterstreichen und sicherstellen, dass die Vision und Expertise des Unternehmens direkt in seinem wichtigsten Wachstumsmarkt vertreten werden. Kemaro hat mit der Gründung von «Kemaro Incorporated» die Eröffnung seines ersten US-Standorts in Atlanta vorangetrieben. Der strategische Hub soll als Basis für Vertrieb, Customer Success und Marktentwicklung in Nordamerika dienen.

Kemaro verfüg auf dem US-Markt über einen klaren Wettbewerbsvorteil durch seinen «Privacy by Design»- Ansatz. Da die Roboter keine visuellen Daten erfassen und auf 360°-Kameras verzichten, relativieren sie laut Unternehmens-Angaben auch Bedenken hinsichtlich Industriespionage, die bei vergleichbaren Lösungen manchmal bestünden.
Zahlreiche Vorbestellungen
Das Unternehmen will den neuen K700 auf den Markt bringen – ein Modell mit kompaktem Design, das speziell für engere Industrieflächen und geringere Durchfahrtshöhen entwickelt wurde. Kemaro verzeichnet bereits hohe Vorbestellzahlen und ergänzt das Flaggschiff K900 zu einer umfassenden Flottenlösung für Industrieanlagen jeder Grösse. Mit einem Gesamtziel von 20 Millionen US-Dollar für den vollständigen Abschluss der «Series-B-Runde» sieht sich Kemaro als gut positioniert, um in den kommenden Jahren rund 10’000 Roboter in Europa und den USA zu installieren.

















